Angefangen hat alles im Frühjahr 1984. Engagierte Menschen entschlossen sich, einen Verein zu gründen, um sich gegenseitig besser helfen zu können. Als erstes hat der damalige Vorsitzende Horst Hohendorf mit zahlreichen Familien, die seit Jahren auf das angemessene Pflegegeld gewartet hatten, Anträge zum Pflegegeld gestellt. 1984 stellten wir zum ersten Mal eine Tombola mit Entenverlosung in der Innenstadt mit großem Erfolg auf die Beine. Aus dem Erlös und aus Spenden konnte dann ein Jahr später die erste Urlaubsfahrt organisiert werden. Mehrere Vereinsmitglieder waren bis dahin noch nie mit Rollstuhlfahrer/innen im Urlaub gewesen. Weiter ging es mit Schifffahrten auf Rhein und Mosel, Flugreisen nach Teneriffa und Mallorca, Konzerten, aber auch Politikergesprächen.
Wir haben Landtagsabgeordnete in die Körperbehindertenschule eingeladen, um ihnen die schwierige Lage der Schulentlassenen vorzustellen. Die schwer-mehrfachbehinderten Schülerinnen und Schüler hatten damals noch keinen Platz in der Werkstatt für Behinderte. Die Politiker konnten so die Lebenssituation der 18-bis 20-Jährigen jungen Menschen sehr konkret erfahren und es wurde für sie verständlich und begreifbar, warum die Fortführung der Förderung in einem zweiten Lebensraum so dringend nötig ist. Etwas später konnte ein altes Haus der Kreuznacher Diakonie von Grundauf umgebaut und modern ausgerüstet werden.
In dieser Zeit waren unsere Mitglieder schon stark miteinander verbunden. Damals fingen die regelmäßigen Zusammenkünfte an, woraus über die Jahre zwei große Selbsthilfegruppen entstanden sind. Das Sorgentelefon und das Vereinsbüro werden bis heute von vielen auch von weit her als erste Anlaufstelle für Rat und Hilfe genutzt.
2004 hat der Verein sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Die Gründungsmitglieder wurden geehrt, die Bürgermeisterin, der Staatssekretär, der Landtagsabgeordnete, die Dachverbände, der geistliche Vorstand der Diakonie und befreundete Organisationen haben Grußworte gesprochen und 20 Jahre ehrenamtliche Arbeit gewürdigt. Beim Sektempfang haben die selbstgemachten Häppchen allen geschmeckt.
Jetzt gehen wir dem 25. Jubiläumsjahr entgegen. Die Arbeit und die Ideen gehen uns nicht aus... vor allem auch, wenn sich immer wieder auch junge neue Leute bei uns einfinden.